Photovoltaik

Einspeisevergütung fällt weg 2027: Was PV-Besitzer jetzt wissen müssen

Soltegra · 5. Februar 2026

Die Bundesregierung plant das Ende der festen Einspeisevergütung

Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) hat angekündigt, die feste Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen abzuschaffen. Ab dem 1. Januar 2027 soll es keine garantierte Vergütung mehr für eingespeisten Solarstrom geben.

Laut ADAC begründet das Ministerium den Schritt damit, dass sich private Solaranlagen auch ohne Förderung rechnen würden.

Warum fällt die Einspeisevergütung weg?

Zwei Hauptgründe führen zum Ende der bisherigen Förderung:

1. EU-Genehmigung läuft aus

Die beihilferechtliche Genehmigung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch die EU läuft Ende 2026 aus. Deutschland muss daher neue, EU-konforme Finanzierungsmodelle einführen.

2. Kostendruck im Bundeshaushalt

Die Regierung argumentiert, dass Photovoltaik mittlerweile so günstig ist, dass eine staatliche Förderung nicht mehr nötig sei.

Was bedeutet das konkret?

Für neue Anlagen ab 2027:

  • Keine garantierte Einspeisevergütung mehr
  • Stattdessen: Marktorientierte Modelle (Direktvermarktung)
  • Eingespeister Strom wird zum Börsenpreis vergütet – der kann auch negativ sein

Für bestehende Anlagen (Bestandsschutz):

  • Die zugesagte Vergütung bleibt 20 Jahre garantiert
  • Keine Änderungen an bestehenden Verträgen
  • Wer jetzt noch installiert, sichert sich die aktuelle Vergütung

Aktuelle Einspeisevergütung 2026 (noch gültig)

Wer noch 2026 eine Anlage in Betrieb nimmt, erhält:

Anlagengröße Teileinspeisung Volleinspeisung
bis 10 kWp 7,78 ct/kWh 12,35 ct/kWh
10-40 kWp 6,73 ct/kWh 10,35 ct/kWh
40-100 kWp 5,42 ct/kWh 10,35 ct/kWh

Stand: Februar 2026, Quelle: Bundesnetzagentur

Was bleibt an Förderung?

Nicht alles fällt weg. Diese Vorteile bleiben bestehen:

  • 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp (unbefristet)
  • Einkommensteuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp
  • KfW-Kredite (z.B. Kredit 270) mit günstigen Zinsen
  • Regionale Förderprogramme von Ländern und Kommunen

Warum Eigenverbrauch jetzt noch wichtiger wird

Ohne garantierte Einspeisevergütung lohnt sich eines mehr denn je: Den eigenen Solarstrom selbst verbrauchen!

Die Rechnung ist einfach:

  • Netzstrom kostet: 30-40 ct/kWh
  • Einspeisung bringt ab 2027: vielleicht 5-8 ct/kWh (Börsenpreis)
  • Ersparnis durch Eigenverbrauch: 30-40 ct/kWh

Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart also 4-5x mehr als die Einspeisung bringt.

So maximieren Sie Ihren Eigenverbrauch

1. Intelligentes Energiemanagement

Ein System wie SOLIO steuert automatisch, wann Waschmaschine, Wärmepumpe und Wallbox laufen – nämlich dann, wenn die Sonne scheint.

2. Batteriespeicher

Speichert den Tagesstrom für den Abend. In Kombination mit Energiemanagement erreichen Sie 70-80% Eigenverbrauch.

3. Dynamische Stromtarife

Wenn Sie doch einmal Strom aus dem Netz brauchen: Mit dynamischen Tarifen zahlen Sie den günstigen Börsenpreis – nicht den teuren Festpreis.

4. Sektorenkopplung

Wärmepumpe und E-Auto als flexible Verbraucher einbinden. So nutzen Sie jeden Überschuss sinnvoll.

Fazit: Jetzt handeln!

Das Ende der Einspeisevergütung ist kein Grund zur Panik – aber ein Weckruf:

  • Wer noch keine PV hat: 2026 installieren und Vergütung für 20 Jahre sichern
  • Wer schon PV hat: Eigenverbrauch mit Energiemanagement maximieren
  • Für alle: Auf Eigenverbrauch statt Einspeisung setzen

Mit einem intelligenten Energiemanagementsystem wie SOLIO sind Sie bestens auf die Zeit nach der Einspeisevergütung vorbereitet.

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