Was ist Energy Sharing?
Ab Juli 2026 wird in Deutschland eine neue Ära der Energieversorgung eingeläutet: Energy Sharing. Erstmals dürfen Privatpersonen ihren überschüssigen Solarstrom direkt an Nachbarn verkaufen – ohne den Umweg über einen Energieversorger.
Die rechtliche Grundlage bildet die EU-Richtlinie 2018/2001 (RED II), insbesondere Artikel 22 zu Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften. Deutschland setzt dies mit § 42c EnWG um – Netzbetreiber müssen Energy Sharing ab 1. Juni 2026 ermöglichen.
Wie funktioniert Energy Sharing?
Das Prinzip ist einfach:
- Du erzeugst Solarstrom mit deiner PV-Anlage
- Was du nicht selbst brauchst, bietest du deinen Nachbarn an
- Der Preis ist frei verhandelbar – oft günstiger als Netzstrom
- Abrechnung läuft automatisch über Smart Meter
Vorteile für Erzeuger (PV-Besitzer):
- Besserer Preis als Einspeisevergütung (die 2027 wegfällt)
- Direkte Beziehung zu „Kunden“ in der Nachbarschaft
- Beitrag zur lokalen Energiewende
Vorteile für Abnehmer (Nachbarn ohne PV):
- Günstigerer Strom als vom Versorger
- 100% Ökostrom aus der Nachbarschaft
- Transparenz über die Herkunft
Voraussetzungen für Energy Sharing
Nicht jeder kann sofort mitmachen. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
1. Intelligente Stromzähler (Smart Meter)
Sowohl Erzeuger als auch Abnehmer brauchen einen Smart Meter. Dieser misst den Stromverbrauch in Echtzeit und ermöglicht die genaue Abrechnung.
2. Räumliche Nähe
Energy Sharing ist auf einen bestimmten Radius begrenzt – typischerweise das gleiche Quartier oder Dorf.
3. Energy Sharing Community
Du musst eine lokale Gemeinschaft gründen oder einer beitreten. Das kann eine Nachbarschaftsinitiative, Genossenschaft oder ein Verein sein.
4. Registrierung beim Netzbetreiber
Die Community muss beim lokalen Netzbetreiber angemeldet werden.
Was bedeutet das für die Einspeisevergütung?
Energy Sharing kommt genau zur richtigen Zeit: Ab 2027 fällt die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen weg. Energy Sharing bietet eine attraktive Alternative:
| Option | Erlös pro kWh |
|---|---|
| Einspeisevergütung (bis 2026) | 7-8 Cent |
| Börsenpreis (ab 2027) | 5-10 Cent (schwankend) |
| Energy Sharing | 15-25 Cent (verhandelbar) |
| Eigenverbrauch | 30-40 Cent (Ersparnis) |
Fazit: Eigenverbrauch bleibt am lukrativsten, aber Energy Sharing ist die zweitbeste Option!
Warum Energiemanagement für Energy Sharing wichtig ist
Energy Sharing klingt einfach, aber in der Praxis ist Optimierung entscheidend:
Problem ohne Energiemanagement:
Du speist zu viel ein, obwohl du den Strom selbst hättest nutzen können. Oder du verkaufst an Nachbarn für 20 Cent, obwohl du 35 Cent Netzstrom sparst, wenn du selbst verbrauchst.
Lösung mit SOLIO:
- Priorisierung: Erst Eigenverbrauch maximieren, dann Rest anbieten
- Echtzeitdaten: Immer wissen, wie viel Überschuss verfügbar ist
- Intelligente Steuerung: Wärmepumpe und Wallbox laufen, wenn Sonne scheint
- Zukunftssicher: SOLIO kann Energy-Sharing-Funktionen integrieren
So bereitest du dich auf Energy Sharing vor
1. Smart Meter installieren (lassen)
Kontaktiere deinen Netzbetreiber. Die Kosten sind auf 20€/Jahr gedeckelt.
2. Eigenverbrauch optimieren
Erst wenn du deinen eigenen Verbrauch maximiert hast, lohnt sich das Teilen. Ein Energiemanagementsystem wie SOLIO hilft dabei.
3. Nachbarn ansprechen
Interesse wecken, Community aufbauen. Wer hat PV? Wer würde kaufen?
4. Informiert bleiben
Die genauen Regelungen werden erst Mitte 2026 final. Wir halten dich auf dem Laufenden.
Fazit
Energy Sharing ist eine echte Chance für PV-Besitzer – besonders nach dem Ende der Einspeisevergütung. Der Schlüssel zum Erfolg: Erst den eigenen Verbrauch mit einem System wie SOLIO maximieren, dann den Rest profitabel mit den Nachbarn teilen.
Mit SOLIO bist du perfekt auf die Energy-Sharing-Zukunft vorbereitet – und wenn es soweit ist, werden wir die passenden Funktionen integrieren.