Als erste Orientierung gilt:

Speicherkapazität (kWh) = PV-Leistung (kWp) × 1 bis 1,5

Beispiel: Bei einer 10 kWp Anlage ist ein Speicher von 10-15 kWh sinnvoll.

Detaillierte Berechnung

Für eine präzisere Dimensionierung brauchst du folgende Werte:

1. Nachtverbrauch ermitteln

Der Speicher muss primär den Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang decken. Das sind typischerweise 8-14 Stunden.

Typischer Nachtverbrauch:

2. PV-Überschuss analysieren

Der Speicher kann nur laden, wenn überschüssiger PV-Strom vorhanden ist. An einem sonnigen Sommertag sind das oft 20-40 kWh, an einem Wintertag vielleicht nur 2-5 kWh.

3. Wirtschaftlichkeit prüfen

Kosten pro kWh Speicherkapazität: 500-800 EUR

Ersparnis pro kWh und Jahr: ca. 25-35 Cent × 250 Zyklen = 60-90 EUR

Amortisation: 6-10 Jahre (abhängig von Strompreis und Nutzung)

Beispielrechnungen

Beispiel 1: Einfamilienhaus ohne E-Auto

Beispiel 2: Familie mit E-Auto

Beispiel 3: Haus mit Wärmepumpe und E-Auto

Wichtige Faktoren bei der Auswahl

Entladetiefe (DoD)

Moderne Lithium-Speicher können zu 90-95% entladen werden. Bei älteren Technologien sind es nur 50-80%.

Zyklenlebensdauer

Gute Speicher schaffen 6.000-10.000 Zyklen. Bei einem Zyklus pro Tag sind das 16-27 Jahre.

Wirkungsgrad

Beim Laden und Entladen gehen 5-15% Energie verloren. Achte auf einen hohen Wirkungsgrad (>90%).

Notstromfähigkeit

Nicht alle Speicher können bei Stromausfall das Haus versorgen. Falls gewünscht, muss das System notstromfähig sein.

Speicher und Energiemanagement

Ein Speicher allein ist nur die halbe Miete. Erst mit intelligentem Energiemanagement wie SOLIO wird das volle Potenzial genutzt:

Fazit

Die optimale Speichergröße liegt meist zwischen 1,0 und 1,5 kWh pro kWp PV-Leistung. Wichtiger als die pure Größe ist die intelligente Nutzung – und genau dabei hilft SOLIO.

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