Photovoltaik

Energy Sharing ab Juli 2026: Solarstrom mit Nachbarn teilen

Soltegra · 5. Februar 2026

Was ist Energy Sharing?

Ab Juli 2026 wird in Deutschland eine neue Ära der Energieversorgung eingeläutet: Energy Sharing. Erstmals dürfen Privatpersonen ihren überschüssigen Solarstrom direkt an Nachbarn verkaufen – ohne den Umweg über einen Energieversorger.

Die rechtliche Grundlage bildet die EU-Richtlinie 2018/2001 (RED II), insbesondere Artikel 22 zu Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften. Deutschland setzt dies mit § 42c EnWG um – Netzbetreiber müssen Energy Sharing ab 1. Juni 2026 ermöglichen.

Wie funktioniert Energy Sharing?

Das Prinzip ist einfach:

  1. Sie erzeugen Solarstrom mit Ihrer PV-Anlage
  2. Was Sie nicht selbst brauchen, bieten Sie Ihren Nachbarn an
  3. Der Preis ist frei verhandelbar – oft günstiger als Netzstrom
  4. Abrechnung läuft automatisch über Smart Meter

Vorteile für Erzeuger (PV-Besitzer):

  • Besserer Preis als Einspeisevergütung (die 2027 wegfällt)
  • Direkte Beziehung zu “Kunden” in der Nachbarschaft
  • Beitrag zur lokalen Energiewende

Vorteile für Abnehmer (Nachbarn ohne PV):

  • Günstigerer Strom als vom Versorger
  • 100% Ökostrom aus der Nachbarschaft
  • Transparenz über die Herkunft

Voraussetzungen für Energy Sharing

Nicht jeder kann sofort mitmachen. Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

1. Intelligente Stromzähler (Smart Meter)

Sowohl Erzeuger als auch Abnehmer brauchen einen Smart Meter. Dieser misst den Stromverbrauch in Echtzeit und ermöglicht die genaue Abrechnung.

2. Räumliche Nähe

Energy Sharing ist auf einen bestimmten Radius begrenzt – typischerweise das gleiche Quartier oder Dorf.

3. Energy Sharing Community

Sie müssen eine lokale Gemeinschaft gründen oder einer beitreten. Das kann eine Nachbarschaftsinitiative, Genossenschaft oder ein Verein sein.

4. Registrierung beim Netzbetreiber

Die Community muss beim lokalen Netzbetreiber angemeldet werden.

Was bedeutet das für die Einspeisevergütung?

Energy Sharing kommt genau zur richtigen Zeit: Ab 2027 fällt die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen weg. Energy Sharing bietet eine attraktive Alternative:

Option Erlös pro kWh
Einspeisevergütung (bis 2026) 7-8 Cent
Börsenpreis (ab 2027) 5-10 Cent (schwankend)
Energy Sharing 15-25 Cent (verhandelbar)
Eigenverbrauch 30-40 Cent (Ersparnis)

Fazit: Eigenverbrauch bleibt am lukrativsten, aber Energy Sharing ist die zweitbeste Option!

Warum Energiemanagement für Energy Sharing wichtig ist

Energy Sharing klingt einfach, aber in der Praxis ist Optimierung entscheidend:

Problem ohne Energiemanagement:

Sie speisen zu viel ein, obwohl Sie den Strom selbst hätten nutzen können. Oder Sie verkaufen an Nachbarn für 20 Cent, obwohl Sie 35 Cent Netzstrom sparen, wenn Sie selbst verbrauchen.

Lösung mit SOLIO:

  • Priorisierung: Erst Eigenverbrauch maximieren, dann Rest anbieten
  • Echtzeitdaten: Immer wissen, wie viel Überschuss verfügbar ist
  • Intelligente Steuerung: Wärmepumpe und Wallbox laufen, wenn Sonne scheint
  • Zukunftssicher: SOLIO kann Energy-Sharing-Funktionen integrieren

So bereiten Sie sich auf Energy Sharing vor

1. Smart Meter installieren (lassen)

Kontaktieren Sie Ihren Netzbetreiber. Die Kosten sind auf 20€/Jahr gedeckelt.

2. Eigenverbrauch optimieren

Erst wenn Sie Ihren eigenen Verbrauch maximiert haben, lohnt sich das Teilen. Ein Energiemanagementsystem wie SOLIO hilft dabei.

3. Nachbarn ansprechen

Interesse wecken, Community aufbauen. Wer hat PV? Wer würde kaufen?

4. Informiert bleiben

Die genauen Regelungen werden erst Mitte 2026 final. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Fazit

Energy Sharing ist eine echte Chance für PV-Besitzer – besonders nach dem Ende der Einspeisevergütung. Der Schlüssel zum Erfolg: Erst den eigenen Verbrauch mit einem System wie SOLIO maximieren, dann den Rest profitabel mit den Nachbarn teilen.

Mit SOLIO sind Sie perfekt auf die Energy-Sharing-Zukunft vorbereitet – und wenn es soweit ist, werden wir die passenden Funktionen integrieren.

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