Die Bundesregierung plant das Ende der festen Einspeisevergütung
Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) hat angekündigt, die feste Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen abzuschaffen. Ab dem 1. Januar 2027 soll es keine garantierte Vergütung mehr für eingespeisten Solarstrom geben.
Laut ADAC begründet das Ministerium den Schritt damit, dass sich private Solaranlagen auch ohne Förderung rechnen würden.
Warum fällt die Einspeisevergütung weg?
Zwei Hauptgründe führen zum Ende der bisherigen Förderung:
1. EU-Genehmigung läuft aus
Die beihilferechtliche Genehmigung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) durch die EU läuft Ende 2026 aus. Deutschland muss daher neue, EU-konforme Finanzierungsmodelle einführen.
2. Kostendruck im Bundeshaushalt
Die Regierung argumentiert, dass Photovoltaik mittlerweile so günstig ist, dass eine staatliche Förderung nicht mehr nötig sei.
Was bedeutet das konkret?
Für neue Anlagen ab 2027:
- Keine garantierte Einspeisevergütung mehr
- Stattdessen: Marktorientierte Modelle (Direktvermarktung)
- Eingespeister Strom wird zum Börsenpreis vergütet – der kann auch negativ sein
Für bestehende Anlagen (Bestandsschutz):
- Die zugesagte Vergütung bleibt 20 Jahre garantiert
- Keine Änderungen an bestehenden Verträgen
- Wer jetzt noch installiert, sichert sich die aktuelle Vergütung
Aktuelle Einspeisevergütung 2026 (noch gültig)
Wer noch 2026 eine Anlage in Betrieb nimmt, erhält:
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,35 ct/kWh |
| 10-40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| 40-100 kWp | 5,42 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
Stand: Februar 2026, Quelle: Bundesnetzagentur
Was bleibt an Förderung?
Nicht alles fällt weg. Diese Vorteile bleiben bestehen:
- 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp (unbefristet)
- Einkommensteuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp
- KfW-Kredite (z.B. Kredit 270) mit günstigen Zinsen
- Regionale Förderprogramme von Ländern und Kommunen
Warum Eigenverbrauch jetzt noch wichtiger wird
Ohne garantierte Einspeisevergütung lohnt sich eines mehr denn je: Den eigenen Solarstrom selbst verbrauchen!
Die Rechnung ist einfach:
- Netzstrom kostet: 30-40 ct/kWh
- Einspeisung bringt ab 2027: vielleicht 5-8 ct/kWh (Börsenpreis)
- Ersparnis durch Eigenverbrauch: 30-40 ct/kWh
Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart also 4-5x mehr als die Einspeisung bringt.
So maximierst du deinen Eigenverbrauch
1. Intelligentes Energiemanagement
Ein System wie SOLIO steuert automatisch, wann Waschmaschine, Wärmepumpe und Wallbox laufen – nämlich dann, wenn die Sonne scheint.
2. Batteriespeicher
Speichert den Tagesstrom für den Abend. In Kombination mit Energiemanagement erreichst du 70-80% Eigenverbrauch.
3. Dynamische Stromtarife
Wenn du doch mal Strom aus dem Netz brauchst: Mit dynamischen Tarifen zahlst du den günstigen Börsenpreis – nicht den teuren Festpreis.
4. Sektorenkopplung
Wärmepumpe und E-Auto als flexible Verbraucher einbinden. So nutzt du jeden Überschuss sinnvoll.
Fazit: Jetzt handeln!
Das Ende der Einspeisevergütung ist kein Grund zur Panik – aber ein Weckruf:
- Wer noch keine PV hat: 2026 installieren und Vergütung für 20 Jahre sichern
- Wer schon PV hat: Eigenverbrauch mit Energiemanagement maximieren
- Für alle: Auf Eigenverbrauch statt Einspeisung setzen
Mit einem intelligenten Energiemanagementsystem wie SOLIO bist du bestens auf die Zeit nach der Einspeisevergütung vorbereitet.