1. Keine Einspeisegenehmigung
In manchen Fällen (z.B. bei sehr alten Hausanschlüssen) verweigert der Netzbetreiber die Einspeisung. Eine Nulleinspeiseanlage ist dann die einzige Option.
2. Bürokratie vermeiden
Ohne Einspeisung entfallen einige Meldepflichten und Abrechnungen. Für kleine Anlagen kann das attraktiv sein.
3. Maximale Unabhängigkeit
Wer komplett autark sein möchte, braucht keine Verbindung zum Netz für die Einspeisung.
Technische Umsetzung
Eine Nulleinspeiseanlage benötigt:
- Intelligenten Wechselrichter: Muss die Leistung dynamisch begrenzen können
- Energiezähler: Misst den aktuellen Netzbezug/-einspeisung
- Steuerung: Regelt den Wechselrichter basierend auf dem Verbrauch
- Batteriespeicher: Nimmt überschüssigen Strom auf
Die Rolle des Energiemanagements
Ein Energiemanagementsystem wie SOLIO ist bei Nulleinspeisung besonders wichtig:
- Echtzeit-Regelung: Die PV-Leistung wird in Millisekunden an den Verbrauch angepasst
- Lastmanagement: Verbraucher werden aktiviert, wenn Überschuss droht
- Speichersteuerung: Der Speicher wird optimal genutzt
- Monitoring: Alles im Blick, keine Einspeisung garantiert
Praxisbeispiel
Situation: 8 kWp PV-Anlage, Netzbetreiber genehmigt keine Einspeisung
Lösung mit SOLIO:
- Energiezähler misst kontinuierlich den Verbrauch
- SOLIO regelt den Wechselrichter auf exakt diesen Wert
- Überschuss fließt in den 10 kWh Speicher
- Bei vollem Speicher: Wärmepumpe oder Heizstab nutzen den Strom
- Ergebnis: 0 Watt Einspeisung, 95% Eigenverbrauch
Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Keine Einspeisegenehmigung nötig
- Weniger Bürokratie
- Maximale Unabhängigkeit
- Kein Konflikt mit dem Netzbetreiber
Nachteile:
- Überschuss kann verloren gehen (ohne ausreichend Speicher/Verbraucher)
- Keine Einspeisevergütung
- Technisch anspruchsvoller
Fazit
Nulleinspeisung ist eine praktikable Lösung für bestimmte Situationen. Mit dem richtigen Energiemanagement und ausreichend Speicherkapazität lässt sich der Solarstrom trotzdem fast vollständig nutzen.